Wichtig für die Vermeidung von
Risiken ist die Wahrnehmung der Nachschautermine, die Sie in regelmäßigen
Abständen wahrnehmen sollten. Hierbei kontrolliert der spezialisierte
Facharzt den Heilungsverlauf und eventuelle Probleme können
besprochen oder korrigiert werden.
Die eigentliche Nachsorge nach der
LASIK-Operation beginnt schon wenige Minuten nach Beendigung der
OP.
Der Patient wird darüber informiert,
nicht in den Augen zu reiben und die Augen in den ersten 15 - 30
Minuten nach der OP geschlossen zu halten. Dabei funktioniert das
Ober- und Unterlid wie eine Art Kontaktlinse und glättet die
oberflächliche Hornhaut bzw. den Flap, so dass dieser sich
gut festsaugen kann. Schon nach einer halben Stunde sitzt der oberflächliche
Hornhautflap schon so gut, dass dieser normalerweise nicht mehr
verrutscht oder sich faltet. Praktischerweise machen wir dies so,
dass sich der Patient unmittelbar nach der Operation mit geschlossenen
Augen in den Warteraum setzt. Etwa 20 – 30 Minuten später
wird dann der Patient am Spaltlampenmikroskop nochmals untersucht
und es wird beurteilt, ob der Flap gut sitzt und keinerlei Anzeichen
auf Falten zeigt.
Ferner raten wir Ihnen, schon am ersten
postoperativen Tag, jede halbe Stunde Augentropfen ins Auge zu geben,
um die Oberfläche glatt und regelmäßig zu halten.
Bei den verwendeten Augentropfen handelt es sich einerseits um künstliche
Augentränen ohne Konservierungsstoffe (z.B. Vismed oder Vislube
AT) und andererseits um antibiotische Augentropfen. Letztere werden
maximal 6 Tage benutzt. Es handelt sich dabei um ein Kombinationspräparat
von Antibiotika und Cortison(Isopto-Max AT). Diese Augentropfen
werden als eine Art Prophylaxe eingesetzt, um etwaige postoperative
Entzündungen am Auge (z. B. unter dem Flap) vorzubeugen. Eine
Entzündung im Interface oder im Wundspalt, was früher
gelegentlich gesehen wurde, ist nach diesem neuen Therapieplan äußerst
selten und fast ausgeschlossen.
Wir empfehlen unseren Patienten, in
der ersten Woche diese antibiotischen Augentropfen viermal täglich
zu tropfen und dazwischen weiterhin die künstlichen Augentränen
ohne Konservierungsstoffe anzuwenden. Nach Bedarf sollten dann die
künstlichen Augentränen über mehrere Wochen benutzt
werden. Es sollten dabei immer Präparate ohne Konservierungsstoffe
sein, da es ansonsten zu allergischen Reaktionen kommen kann.
Als Terminplan für die Kontrollen
nach einer LASIK-Operation empfehlen wir:
1. Erster postoperativer Tag
2. Nach ca. 7 – 10 Tagen
3. Nach 6 Wochen oder 3 Monaten
Abweichungen von diesem Plan entstehen in solchen Fällen, in
denen Sie extrem trockene Augen haben oder bei anderen Beschwerden,
die im unmittelbaren postoperativen Verlauf entstehen. In solchen
Fällen werden individuell mit dem Patienten Untersuchungstermine
vereinbart.
Schon 2 – 3 Wochen nach der
durchgeführten LASIK-Operation ist der Heilungsprozess meist
soweit fortgeschritten, dass der endgültige Erfolg beurteilt
werden kann. über 90 Prozent der Patienten liegen dann in einem
Bereich, in der sie in der Ferne jetzt ohne Korrektur so viel sehen,
was früher nur mit Brille oder Kontaktlinse möglich war.
Ein kleiner Prozentsatz der Patienten – dabei handelt es sich
meist um Patienten, die vor der Operation sehr hohe Fehlsichtigkeitswerte
hatten – liegt in einem Bereich einer leichten Restfehlsichtigkeit.